Deutsche Panzer rollen wieder

Monday, July 11th, 2011 | Author: Christian

Der Bundessicherheitsrat hat nichts gegen den Verkauf von 200 Kampfpanzern vom Typ Leopard 2A7+ an Saudi Arabien. Die Bundesregierung (per Definition bestehend aus Kanzler/-in und allen Minister/-innen) hat nichts dagegen (Kunststück, besteht doch der Bundessicherheitsrat auch nur aus Kanzler/-in, Kanzleramtschef und sieben Ministern – das sind also weitgehend die gleichen Hansel).
Die Bundesregierung hat allerdings etwas dagegen, dass das Volk von dieser Art Geschäften erfährt. Das Volk, das nach Aktenlagen noch immer der Souverän ist. So theoretisch.
Das Volk wird vertreten durch das Parlament. Und der Bundessicherheitsrat unterliegt keiner parlamentarischen Kontrolle.
Heißt: Der Bundessicherheitsrat kann frei entscheiden, welchen Wahnsinnigen welche Waffen in die Hand gedrückt werden. Und muss es niemandem sonst sagen. Schon gar nicht den gewählten Volksvertretern.
Trotzdem kommen hier und da kleine Geschäfte mit Waffenexporten ans Tageslicht. Geschäfte, deren Existenz die Bundesregierung lieber nicht öffentlich diskutiert wissen möchte.
Wie der Verkauf eben jener Kampfpanzer an Saudi Arabien. Saudi Arabien ist eine absolutistische Monarchie. Ein Gottesstaat, der die Scharia in der Verfassung verankert hat. Nicht eben das, was man sich hier in der Bundesrepublik an Werten so vorstellt. Das Geld der Saudis ist allerdings gut. Denn schon im alten Rom wusste man: Pecunia non olet. Geld stinkt nicht. more…

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Post

Wednesday, March 09th, 2011 | Author: Christian


(Vermerk des Absenders)

Was sagt uns das über den Zustand der deutschen Post? ;(

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Jahresgehalt

Tuesday, March 08th, 2011 | Author: Christian

Steve Jobs erhält von Apple bekanntermaßen ein Jahresgehalt in Höhe von einem Dollar.

Der Glückspilz!

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Kinderkram

Wednesday, January 19th, 2011 | Author: Christian

Die Familienministerin Kristina Köhler Schröder ist schwanger.
Juhu!
Ein Hoch auf die Geburtenrate und die moderne Frau, die Kind und Karriere ‘unter einen Hut’ bringt, wie es immer so schön heißt.
Alleine die Tatsache, dass diese Schwangerschaft, einer durchs Dorf getriebenen Sau gleich, in vielen Medien als ‘Nachricht’ verkleidet daher kommt, ist bedenklich. Letztes Jahr wurden knapp über 650.000 Kinder in diesem Land geboren. Nicht von Ministerinnen, klar.

Wenn man jetzt aber die Verhältnisse von Frau Köhler Schröder mit denen einer normalsterblichen Schwangeren vergleicht, erkennt man schnell, wie wenig diese Nachricht eine Nachricht ist.

Was ist das mit Kind und Karriere denn?
Einerseits will frau nach der Zeit, die so ein Kind an intensiver Betreuung anfangs beansprucht, wieder arbeiten. (Die Gebärmaschinen, die sich durch fortwährendes Werfen von immer neuen Kindern dauerhaft in ihrer Elternschaft einrichten, sollen mal außen vor bleiben.)
Vom Arbeitgeber möglicherweise schon bei der Einstellung als mögliches schwangerschaftsbedingtes Ausfallrisiko betrachtet, gibt es da sicher nicht immer einen nahtlosen Übergang bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz.
Frau Köhler Schröder wird wohl eher nicht zurücktreten und Hausfrau werden, sondern erst von der nächsten Bundestagswahl ihres Amtes enthoben.
Außerdem: Geld.
Ein Kind produziert neben mitunter übelriechender und mühsam zu entfernender Fugenschmiere auch Kosten. Und zwar in nicht unerheblichem Umfang. Das Elterngeld beträgt momentan 67% des vorherigen Gehaltes, maximal aber 1.800 EUR. 67% sind eine Verschlechterung, denn sie sind nicht 100%.

So ein Ministerposten in der Bundesregierung wird mit einer Menge Schotter vergolten. Es ist ganz nett fünfstellig.
Frau Köhler Schröder wird nun leider nur den Höchstsatz und nicht 67% ihres vorherigen Gehaltes bekommen. Trotzdem darf man getrost davon ausgehen, dass im Hause Köhler Schröder kein Mangel herrschen wird.
Wird der stolze Kindsvater…also…mindestens der Ehemann (das mit der Vaterschaft kann ja auch ganz anders sein) doch auf der Gehaltsliste des Innenministeriums als parlamentarischer Staatssekretär geführt und dürfte nicht eben mittellos sein.
Und mit Geld kann man Dinge kaufen. Dinge wie Windeln, Babybrei und Spielzeug. Aber auch Reinigungs- und Betreuungspersonal. Effektiv kann man Zeit kaufen. Nämlich Zeit, in der man sich zum Beispiel mit der Karriere beschäftigen kann.
Während normale Menschen also den im ganzen Zimmer verteilten und mit Kinderkotze angereicherten Möhrenbrei entfernen müssen anstatt einem schlechtbezahlten Job nachzugehen während Oma auf’s Bobbele aufpasst, könnte Frau Köhler Schröder ins Ministerium fahren oder in ihrem natürlich vollständig ausgestatteten Heimbüro arbeiten. Während das Schlachtfeld im Esszimmer vom Personal gesäubert wird.
Jedenfalls so in der Richtung, man erkennt das Problem.

Viel Erfolg dann bei der Karriere.

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Brüderles Billigbenzin

Wednesday, January 19th, 2011 | Author: Christian

Welche Qualifikation ist hierzulande nötig, um Wirtschaftsminister zu werden?
Sieht man sich die jüngsten geistigen Ergüsse des aktuellen…Menschen in diesem Amt an – dann scheint die Latte diesbezüglich nicht eben hoch zu liegen.

Die Discounter sollten angesichts des hohen Benzinpreises doch bitte in den Handel mit den begehrten Kohlenwasserstoffen einsteigen. Das habe doch in Österreich, wo die Aldi-Tochter Hofer den Sprit für 99 Cent/Liter angeboten habe, auch funktioniert.
Die Preise würden vom Markt gemacht. Wenn es nun mehr Anbieter gäbe, so der Minister, würde das zwangsläufig auch mäßigende Auswirkungen auf den Preis haben.

Auch ohne Inhaber einer Tankstelle zu sein kann man jetzt wissen, dass die Marge beim Sprit klein ist. Da ist nicht so richtig viel zu holen.
Und dass das eigentliche Geschäft in den Tankstellenshops gemacht wird. Mit Brötchen, Zigaretten und Frostschutzmittel.

Diese 99 Cent da in Österreich waren auch nur ein zeitlich begrenztes Angebot, um die Sache an sich bekannt zu machen. Die Tankstellen werden von einer Firma auf dem Gelände von Hofer betrieben, also nicht mal vom Discounter selber. Und der reguläre Preis pro Liter liegt (nach eigenem Anspruch) um bis zu zwei Cent unter dem der Konkurrenz.
Das haben wir allerdings jetzt schon bei freien Tankstellen sowie Einrichtungen von bft, Jet & Co.

Pro Liter Benzin (Normal, Super) fallen momentan übrigens rund 65 Cent an Steuern nach dem Energiesteuergesetz an.
Aldi müsste das Zeug also für 30 Cent kaufen können, um da irgendeinen Gewinn zu erzielen.
Aktuell kostet ein Barrel Rohöl 90 Dollar, das sind knappe 57 (Dollar)Cent bzw. 43 (Euro)Cent pro Liter.
0,43 € + 0,65 € = 1,08 €
Nur das Öl. Roh. Ohne Kosten für Exploration, Transport, Raffination und den ganzen Scheiß.

Ich hätte dann mal Interesse an dem Posten als Wirtschaftsminister. Also…nicht an dem Posten selber, aber an den Bezügen und Pensionsansprüchen die man durch das Vorbringen von solchen und ähnlichen Vorschlägen erlangen kann.
Das schaffe ich aus dem Stand.
Zum Beispiel könnten die Bürger doch auch mit einer Pumpgun einkaufen gehen. Das würde den Preis an der Kasse drastisch reduzieren.

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Odeur

Thursday, December 23rd, 2010 | Author: Christian

70,50 EUR in Klein- und Kleinstmünzen gezählt und gerollt.
Von wegen, Geld stinkt nicht…

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Martin

Friday, November 12th, 2010 | Author: Christian

Der heiligte Martin war offenbar, man muss es schon mal sagen, ein Depp vor dem Herrn.

Zwei Personen, ein Mantel: Einer friert.
Zwei Personen, zwei halbe Mäntel gleichmäßig auf die Personen verteilt: Beide frieren.

Mal ganz zu schweigen von der Thematik, wie der Mantel denn nun zu teilen sei.
Horizontal, vertikal, diagonal…? In jedem Fall kann man keinen der resultierenden Stofffetzen noch irgendwie sinnvoll anziehen.

Mit ein bisschen Nachdenken hätte Martin eine Mantelfabrik gebaut und den mantellosen Mann sowie ein paar seiner Freunde eingestellt.

Ergebnis:

Martin wird reich wie Bolle.
Die vormals mantellosen Leute haben eine Erwerbsarbeit und können sich nicht nur Mäntel sondern auch allerhand andere Konsumgüter wie Hosen, Schuhe, Hemden, Jacken, Mikrowellenherde und iPads leisten.
Die ganze Region profitiert von der aufblühenden Mantelindustrie.

    Heitere Glückseeligkeit, wohin man blickt.

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    Protest

    Wednesday, November 10th, 2010 | Author: Christian

    Dass Polizisten im Wendland Demonstranten wegtragen mussten, während anderswo echte Straftaten ungeahndet bleiben…damit muss man sich dann wohl mal abfinden.
    Von Atomkraft kann man auch halten was man will – die Meinungen gehen da auseinander. Ich wohne selber nur 25km neben einem Atomkraftwerk.
    Und nicht neben irgendeinem. Biblis ist immer wieder für allerhand Sicherheitsschlagzeilen gut und verfügt im Block A über den ältesten deutschen Reaktor.

    Nun ist die Branche für die die AKWs benötigt werden, nicht mit hoheitlichen Aufgaben betraut. Der Staat hat dort also grundsätzlich keine Karten.
    Dort fallen allerdings gewisse Endprodukte an, deren Verbleib problematisch ist.
    Die Polizei muss die Transporte mit zehntausenden Beamten schützen. Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro stehen für den letzten Transport im Raum. Steuergelder. Mal abgesehen von der Tatsache, dass jede einzelne Person dieser Einsatzkräfte natürlich so oder so bezahlt wird und ‘lediglich’ Mehrkosten in Form von Zuschlägen für Nacht- oder sonstige Arbeit, Abnutzung von Knüppeln sowie der Verbrauch von Tränengas und Wasser anfallen.

    Warum werden nicht die Verursacher der Abfälle zur Kasse gebeten? Entweder habe ich da eine Wissenslücke, oder niemand denkt auch nur im Traum daran, dass die Stromkonzerne für den von ihnen verursachten Müll und dessen Transport geradestehen.
    Möglicherweise gibt es auch irgendwelche wilden Vertrags- und Regelungskonstrukte die dem Staat als Ausführendem da letztendlich den schwarzen Peter zuschieben. Das wäre auch so ganz sinnlos nicht, sonst fände man alte Brennstäbe vermutlich irgendwann auf einer Hausmülldeponie wieder.
    Trotzdem sollten die Verursacher für die Kosten geradestehen.

    Letztendlich müssen wir es natürlich so oder so bezahlen. Entweder in Form von Steuern oder durch die Strompreise.

    Was wiederum die Frage nach dem Sinn der Castorblockade aufwirft.
    Tausende Blockierer haben, und das muss man auch sagen dürfen, Kosten verursacht. Ob sie jetzt gegen Atomkraft generell oder gegen die Lagerung in ihrer Nachbarschaft sind – an der Tatsache ändert das nichts.
    Haben auch alle diese Leute ihre (den Regierungsparteien angehörenden) Bundestagsabgeordneten im Vorfeld der jüngst beschlossenen Laufzeitverlängerung mit Anfragen zu ihrem Abstimmungsverhalten genervt?
    Eine abstrakte Demonstration ist eine Sache. Die ganz konkrete Bedrohung des eigenen MdB-Status’ eine ganz andere. Fraktionszwang hin oder her – jeder Abgeordnete ist irgendwie darauf angewiesen, von den Leuten seines Wahlkreises gewählt bzw. wiedergewählt zu werden.

    Widerstand in allen Ehren. Aber man kann trotzdem versuchen das Kind zu fangen. Und nicht erst zu schreien, wenn es im Brunnen ist.

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    Nachbesserung

    Thursday, October 21st, 2010 | Author: Christian

    Ein Schreiben meiner depotführenden Bank:

    Sehr geehrter Herr Dings,
    in einem gerichtlichen Spruchstellenverfahren wurde am 03.09.2010 entschieden, dass die Deutsche Telekom im Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses bei der Verschmelzung der T-Online auf die Deutsche Telekom AG eine bare Zuzahlung in Höhe von 1,15 EUR je Aktie zzgl. Zinsen an ehemalige T-Online-Aktionäre leisten muss.

    Die ehemaligen Aktionäre der T-Online International AG haben die Möglichkeit, mit beiliegendem Formular die Gutschrift der Nachbesserungsszahlung zu veranlassen.

    Bitte senden Sie beiliegendes Nachbesserungs-Formular vollständig ausgefüllt und unterschrieben bis spätestens 12.11.2010, 22:00 Uhr an uns zurück.

    ICH BIN REICH! (y)

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    Krönung

    Friday, October 01st, 2010 | Author: Christian

    Seit dem letzten Dienstag bin ich stolzer Besitzer eine Krone.
    Der letzte Schritt, also die Aufzementierung der Multi-Millionen-EUR-Anfertigung lief erstaunlich schmerzlos ab.

    Der Empfang der Rechnung wird das dann wieder ausgleichen. ;(

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